Unsere nächsten Termine

Sonntag, 03.02.2019

15:00 Uhr Buchvorstellung im Eifelmuseum Blankenheim


Freitag, 08.02.2019
18:00 Uhr Vortrag im Sitzungssaal des Dahlemer Rathauses in Schmidtheim, Hauptstraße 23


„Ein Dorf im ‚Hexenkrieg‘ – Abläufe, Hintergründe und Folgen der Schmidtheimer Hexenprozesse (16. und 17. Jahrhundert)


Im Frühjahr 2018 präsentierte Dr. Rita Voltmer, Universität Trier, Abteilung Geschichtliche Landeskunde, mit der Publikation „Herren und Hexen in der Nordeifel - Darstellung – Edition – Vergleiche“ (Geschichte im Kreis Euskirchen, Band 30) die Ergebnisse einer mehrjährigen Forschungsarbeit über die Hexenverfolgungen in der Nordeifel am Beispiel der Vorgänge in der Herrschaft Schmidtheim. Unter Reinhard d. J. und seinem Sohn Bertram Beissel von Gymnich waren in den Jahren 1597 bis 1635 über 60 Personen wegen des „Lasters der Hexerei“ angeklagt und hingerichtet worden. Eine zentrale Stellung in den Hexenjagden unter Bertram Beissel spielte das tödlich endende Verfahren gegen den früheren Pfarrer von Schmidtheim, Laurenz Kirsbach. Die Referentin wird neben ausgewählten Prozessen auch diesen spektakulären Fall vorstellen. Rita Voltmer fragt nach den Ursachen, Hintergründen und Folgen des „Hexenkrieges“, an dem neben Reinhard d.J. und Bertram auch der berüchtigte Hexenkommissar Johannes Moeden, der Schreiber Arnold Funck sowie die Bevölkerung beteiligt waren. Dabei untersucht sie das soziale Milieu im Dorf ebenso wie die Verfahrenspraxis.
Referentin: Dr. Rita Voltmer
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kultur und Geschichte in Dahlem
Eintritt frei




Freitag, 18. Januar 2019 • Kategorie: Termine

"Die nunnen von der portzen des hymletz - Das Kloster Schweinheim"



Seit dem Jahre 2005 wurde das Kloster Schweinheim von seinem Eigentümer mit gekonnten Restaurierungen und behutsamen baulichen Neuerungen wiederbelebt. Inmitten einer idyllischen Wald- und Wiesenlandschaft zwischen Kirchheim, Schweinheim und Loch bietet es heute einen exklusiven Rahmen für Tagungen und Fortbildungen. Es ist zu einem Ort der körperlichen und seelischen Entspannung geworden und knüpft damit an seine Vergangenheit an. Nachweislich war es 564 Jahre lang (von 1238 bis 1802) ein Ort der Kontemplation, des Betens und der zisterziensischen Ordnung; ein Ort, an dem Frauen adeliger Herkunft ein Leben nach den Regeln des hl. Benedikt in strenger Klausur lebten und dennoch das Kloster zu einem wirtschaftlichen Erfolg führten.
Bislang galt die Erforschung der Geschichte des Frauenklosters als nur lückenhaft möglich, da bald nach der Aufhebung im Jahr 1802 die mobilen Einrichtungsgegenstände des Klosters und der Klosterkirche verstreut und der Gebäudekomplex der gesamten Klosteranlage bis auf zwei Teile abgerissen wurde. Die Forschungen zum Kloster Schweinheim gehen im Wesentlichen auf Carl Schorn und Johannes Becker zurück und sind über hundert Jahre alt. Hauptsächlich gingen sie der Frage nach den Besitztümern des reichen Klosters nach. Die Referentin ging auf Spurensuche, entdeckte bislang unbekannte liturgische Geräte, bezog neue Aspekte, die aus der verstärkten Forschung zum Zisterzienserorden in den letzten Jahren gewonnen werden konnten, mit ein und fragte nach den Nonnen, die im Kloster an der Himmelspforte lebten.
Referentin: Dr. Gabriele Rünger
Eintritt frei



Donnerstag, 13. Dezember 2018 • Kategorie: Termine

„Euskirchen – eine Stadt im ständigen Wandel“

Dienstag, 27.11.2018
18:00 Uhr Vortrag im Casino Euskirchen

20181127Euskirchen.pdf
Die Kreisstadt Euskirchen erfuhr in den letzten hundert Jahren insgesamt drei große stadtplanerische Veränderungen mit jeweils zukunftsweisenden Perspektiven. In der Gründerzeit, die mit einem immensen wirtschaftlichen wie demographischen Wachstum der Stadt verbunden war, beherrschten die Schornsteine der Fabriken sowie öffentliche und private Monumentalbauten das Stadtbild. Die einschneidende Zäsur des Zweiten Weltkriegs brachte verhängnisvolle Zerstörungen mit sich, bei denen ein Großteil der prunkvollen Monumentalbauten verloren ging. Die dritte entscheidende Veränderungsphase war die Stadtkernsanierung der 1970er Jahre, die dem Drang nachgab, mit funktionalen Betongroßbauten die Kreisstadt als „Mittelzentrum“ aufzubauen.
Die beiden Referenten möchten den Besucher zu einem gedanklichen Spaziergang durch Euskirchen einladen und an markanten ausgewählten Häusern und Plätzen den Wandel in der historischen Bebauung im letzten Jahrhundert darstellen. In zahlreichen Bildern wird der Charakter der boomenden kaiserzeitlichen Kreisstadt über die fast völlige Kriegszerstörung hin zur modernen Einkaufsstadt aufgezeigt. Dabei werden die historischen Aufnahmen dem heutigen Erscheinungsbild gegenübergestellt, wenn möglich in ein und derselben Perspektive.


Referenten: Theo Heinrichs und Dr. Gabriele Rünger
Eintritt frei



Donnerstag, 8. November 2018 • Kategorie: Termine